Taizé Gebet in der Matthäuskirche – das nächste Mal am Feiertag

„Meine Seele ist still zu Gott“

Was hat ein kleiner Ort in Mittelfrankreich namens Taizé (gesprochen "Tehseh") mit unserer Gemeinde zu tun? Was gibt es dort, was es bei uns nicht gibt? Und vor allem: Was hat das mit mir zu tun? Vielleicht haben Sie sich die eine oder andere dieser Fragen auch schon gestellt, wenn Sie in der Zeitung oder im Gemeindebrief die Einladung zu einem "Taizé-Gebet" gelesen haben. Nun, das Besondere an diesem Ort und an der Form der Andacht, die dort entwickelt wurde ist die besondere, meditative Form des Gottesdienstes mit immer wiederkehrenden, ruhigen Gesängen. Von ihr fühlen sich seit vielen Jahren immer mehr Menschen angesprochen - auf der ganzen Welt und seit nunmehr fast sechs Jahren auch bei uns in der Matthäuskirche.

Die Taizé-Andachten finden einmal im Monat – am jeweils ersten Donnerstag im Monat – um 2000 statt und dauern etwa eine dreiviertel Stunde. Die Kirche wird bei den Taizé Gebeten nur von einer Vielzahl von Kerzen erhellt, was besonders in der dunklen Jahreszeit eine schöne und meditative Atmosphäre schafft, in der sich auch "Neulinge" sofort aufgenommen fühlen können. Bei den Andachten gibt es neben den Gesängen Lesungen aus der Bibel, Fürbitten und Gebete. Bei der Vorbereitung wechselt sich ein Team von zurzeit sechs Menschen ab. Außerdem gehören zum Vorbereitungsteam mehrere Musikerinnen, die uns mit unterschiedlichen Instrumenten begleiten; zum Repertoire gehören neben Klavier und Gitarre auch eine Querflöte und eine Klarinette.

Im November fällt der erste Donnerstag auf den Allerheiligen Tag. Das Thema für diese Andacht lautet „Meine Seele ist still zu Gott“. Der November ist ein bisschen das Bindeglied zwischen Herbst und Winter: die Ernte ist eingebracht, die bunten Farben des Herbstlaubs verschwinden nach und nach und die Natur bereitet sich auf die Winterpause vor. Im christlichen Brauchtum steht in diesem Monat das Gedenken an die Verstorbenen im Vordergrund, bevor wir uns dann Anfang Dezember mit dem ersten Advent auf die kommende Weihnachtszeit einstimmen. Wie der Natur so tut auch uns eine Auszeit gut. Gerade weil wir in den Läden schon allerorten auf Weihnachtsgebäck, Weihnachtsschmuck und ähnliches stoßen tut es uns sehr gut, uns einmal auf den natürlichen Lauf des Jahres zu besinnen. Nicht nur der Natur - auch uns tut eine Phase der Ruhe und Besinnung gut. Darum wollen wir den Abend nutzen, um einmal zur Ruhe zu kommen, in uns zu gehen und uns innerlich auf den November einzustimmen. Vielleicht haben ja auch Sie an diesem Feiertag Zeit, zur Andacht zu kommen. Sie sind herzlich eingeladen!

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